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Donnerstag, 9. September 2010
Web 2.0: Jeder ein kleiner Restaurantkritiker Drucken E-Mail
Dienstag, 26. Juni 2007
ImageGastro-Sterne:  Manche jagen sie, anderen sind sie schnuppe. Bewertungen durch Gäste in Internet-Foren kann sich jedoch künftig kaum ein Betrieb entziehen.
GDI-Studie zu Webnutzung und Konsum

Droht den Gastro-Bibeln das Aus?

Die neue Studie des Gottlieb-Duttweiler Instituts «Vertrauen 2.0 – auf wen sich Konsumenten in Zukunft verlassen» zeigt: Nach wie vor geniessen  Experten, Fachkräfte und unabhängige Organisationen, etwa  die Stiftung Warentest, hohe Glaubwürdigkeit, wenn es um zuverlässige Informationen zu Produkten geht . Und seit jeher spielen beim  Kaufentscheid  Einschätzungen von Freunden und Familie  eine Rolle. Doch gemäss Studie werden Internetforen mit Kundenfeedback oder Preis-Vergleichsdiensten  immer wichtiger. Gleichzeitig misstrauen Konsumenten zunehmend den Anbietern. Welche Schlüsse sollten Hoteliers und Gastronomen  daraus ziehen?
 

 Zieht ein Gast einen Restaurantbesuch in Betracht, so trifft er, wie bei jeder "wirtschaftlichen Handlung"  einen mehr oder weniger rationalen Kaufentscheid, selbst  wenn er sich dessen nicht  bewusst ist. Längst können Gäste in Internet-Foren und Blogs Restaurantbesuche selbst beurteilen. Verlegt sich die Restaurantkritik, begünstigt durch die mobile Kommunikation,  zunehmend auf  Online- Foren? Drohen demnach den Profi-Gastrokritikern schwere Zeiten? Wohl kaum, solange es Print-Medien gibt, wird es auch  Mystery-Besuche und mehr oder weniger qualifizierte Kritiken aus den Redaktionsstuben geben. Doch durch das  Web 2.0   erhält die Restaurantkritik eine neue Dimension. Selbst wenn sich diese neue Art der Bewertung  nur zögerlich durchsetzt, stellt sie Hoteliers und Gastronomen vor eine neue Situation: So leicht, wie sich Themen in Blogs oder Bewertungen durch Vertrauensleute arrangieren lassen, so leicht könnte übertriebene und unsachgemässe Kritik den Geschäftsgang sehr negativ beeinflussen.

Der Branche bleibt also nur, künftig die wichtigsten Internetforen und Gastroblogs zu überwachen, indem Newsfeeds eingerichtet werden. Stehen unakzeptable Formulierungen über den eigenen Betrieb im Raum, sollte sofort interveniert werden.  Denn die  Betreiber der Websites haben in der Regel kein Interesse, sehr negative Kritiken oder offensichtlich verleumderische Bewertungen durchgehen zu lassen. Eher werden im Zweifelsfall Forenbeiträge gelöscht, um Rechtsstreitigkeiten zu vermeiden.

GDI Studie Vertrauen 2.0: Auf wen sich Konsumenten in Zukunft verlassen 

www.restaurant-kritik.de 

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Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 11. Oktober 2007 )
 
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