| Du Théatre Bern Nach der Pleite kam der Grosserfolg |
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| Donnerstag, 3. Mai 2007 | |
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Im Bild: Remo Neuhaus, CEO Lorenzini/Du Théâtre, Bern Vom Sorgenkind zum Paradebetrieb Während mehrerer Jahre war das ehemalige Sterne-Restaurant Du Théâtre am Berner Theaterplatz das Sorgenkind von Hausbesitzern und Mietern (siehe Geschichte, unten). Bis im Jahr 2000 der damals 30jährige Geschäftsführer Remo Neuhaus kam. Aus dem Speiserestaurant entstand bald einer der drei bestrentierenden Schweizer Clubs. Anlässe wie „Absolute Night“ (House für Gäste ab 21 Jahren) „Celebreighties“ (Disco 80er Jahre) „Zischtigsclub“ (Dienstagsclub) und „Golden Glory“ (Disco ab 38) locken regelmässig gegen 400 Gäste an; Tickets für die Anlässe sind meist innert kurzer Zeit ausverkauft. Das darf in dieser schwierigen und schnelllebigen Branche als Grosserfolg bezeichnet werden, denn in der Schweiz gelingt es nur den wenigsten Clubunternehmern, über mehrere Jahre gewinnbringend zu arbeiten. Der anfänglich kritisch beäugte Remo Neuhaus ist inzwischen Preisträger einer Wirtschaftsorganisation und wird von den Medien mit Lob überschüttet. www.lorenzini.ch/presse
Doch vor dem Erfolg hatte Remo Neuhaus ein hartes Stück Arbeit zu bewältigen – und „Kommissar Zufall“ half, wie so oft, ebenfalls kräftig mit. Das kam so: Bereits den Vorgängern im Du Théâtre machten schöne Frühlings- und Sommertage zu schaffen, weil der ausgesprochener Stadtbetrieb keine Sonnenterrasse aufweist. Also organisierte Remo Neuhaus an einem Wochenende im Jahr 2001 ein Strassenfest, das „Hotelgassfescht“, mit anschliessender Disco im DuThéâtre. Der Erfolg war umwerfend und ermutigte ihn, neue Disco-Anlässe zu organisieren. Neuhaus hörte sich bei Bekannten herum und schaute sich auch Clubs in Basel und Zürich an. Zudem erhielt er wertvolle Hinweise von Gästen, etwa von einer jungen Frau, die den Weg von Bern nach Basel nicht scheute, um einen damals bekannten Club, den „Mad Max“, zu besuchen.
Mit einer alten Stereoanlage fing es an. “ Die DJs beschwerten sich jeweils lautstark über die Tonqualität“, erinnert sich Remo Neuhaus. „Darüber können sich Plattenleger heute nicht mehr beklagen; wir verfügen über einen Top-Sound, etwas vom Besten, was es zu kaufen gibt“. Nach und nach vergrösserte Neuhaus die anfänglich kleine Lounge und veränderten das Interieur des Du Théâtre sanft mit neuen Farben und neuen Leuchtkörpern. Der Absolvent der HGF Thun (Höhere Hotel- und Gastronomiefachschule) hatte von allem Anfang an ein geschicktes Händchen für Promotion, unterstützt von seiner Werbeagentur. Remo Neuhaus: „Mit Inseraten in der Lokalpresse und mit Beiträgen in den Lokalradios starteten wir die ersten Events. Zudem druckten wir Flyers, und an attraktive junge Damen, die mir in Berner Lokalen auffielen, verteilte ich Gratiseintritte“. Einen festen Platz in der Promotion nahm zunehmend die Werbung per Email ein. Dazu Remo Neuhaus: „Ein Newsletter ohne Zückerchen wird kaum gelesen. Für jeden Event plane ich einem Wettbewerb mit einem Preis. Hierfür erhalte ich heute zahlreiche Anfragen von Firmen, die mit mir zusammen spannen wollen, beispielsweise für Getränkepräsentationen. Das war nicht immer so; anfänglich musste ich mir die Absätze schief laufen, um Sponsoren zu finden“. Nach und nach baute Neuhaus einen Stamm von 6000 Email-Adressen auf. Wichtige Quelle für neue Adressen: Damen haben bei manchen Events bis Mitternacht Gratiseintritt. Den Eintrag in die Gästeliste mit garantiertem Einlass ist weiblichen Gäste sicher, wenn sie sich rechtzeitig per Mail registrieren. Weitere Massnahmen zur Kundenbindung sind Club Cards in Silber und Gold, ein VIP-Bereich, Tischreservation samt einer Flasche Prosecco für Geburtstagskinder und MezzoPrezzo (Happy Hour) Aktionen an bestimmten Anlässen. Synergien weiss Neuhaus ebenfalls zu nutzen. Wer vor dem Event seinen Tisch im ebenfalls von ihm gemanagten italienischen Restaurant Lorenzini nebenan reserviert, erhält einen Gratis-Eintritt für das Du Théâtre.
„Breaking the rules“, heisst das Motto: Deshalb organisiert Neuhaus im Winter auch mal einen Event, den er „Talstation“ getauft hat - mit typischer Après-Ski Disco. Oder eine Schnulzenparty, oder ab und zu eine Gay-Night. Und an Sommerwochenenden trommelt der Ideenreiche gelegentlich über 800 Personen für eine Schifffahrt auf dem 30 Kilometer entfernten Thuner See (Berner Oberland) zusammen, etwa zur „Mykonos-Party, Tenue ganz in Weiss“.
Zahlen und Fakten Jahresumsatz Restaurant /Bar Lorenzini 4,5 Mio. CHF/2,8 Mio.Euro Eintrittspreis Du Théâtre 18-22 CHF/11-14 Euro |
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| Letzte Aktualisierung ( Samstag, 4. Juli 2009 ) |

Konzept:Clubbing 



