Bild: Echte Mandarine? Nein. Dies ist ein täuschend ähnliches Zucker-Kunstwerk des Patissiers Cédric Grolet
Vevey/Schweiz. Vielleicht können Pâtissiers bald den Zuckergehalt in ihren Desserts massiv senken. Das könnte die Renaissance der in die Ecke der lästigen Dickmacher gedrängten Nachtischs bedeuten. Zu gross ist der Diätwahn. Spitzenköche hätten denn auch das Dessert längst aufgegeben, schrieb kürzlich ein Kritiker (s.unten). Doch Nestlé kündigt eine bahnbrechende Neuerung an. Der Nahrungsmittelriese lanciert gemäss Medienmitteilung eine Weltneuheit: Der erste strukturierte Zucker, der den Zuckergehalt in Süsswaren drastisch reduzieren kann, wurde in Lausanne und Konolfingen (Schweiz) entwickelt. Allein 2017 soll Nestlé Schweiz 111 Tonnen zugesetzten Zucker aus seinen Produkten entfernt haben. Das entspreche 22 Millionen Teelöffeln, bzw. 444 Millionen kcal - ein Beitrag für mehr Lebensqualität und eine gesündere Zukunft. Weiter heisst es in der Medienmitteilung: "Nestlé kann im kürzlich lancierten Milkybar Wowsomes mit Strukturzucker den Zuckergehalt um 30 Prozent reduzieren (gegenüber vergleichbaren Produkten). Die Forscher fanden einen Weg zur neuen Strukturierung von Zuckerpartikeln, die sich im Mund schneller auflösen. Damit lässt sich der Zuckergehalt von Süsswaren signifikant verringern – bei unverändertem Geschmack". (pd)