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Tue, Apr

Kommentar von artichox-Chefredakteur Christian Meyer
MWST/Abstimmung von 4. März 2018. Die Schweizer Stimmbürger haben am Sonntag mit 84,1 Prozent Ja gesagt zur neuen Finanzordnung 2021. Die Verfassungsgrundlage zur Erhebung von direkter Bundessteuer und Mehrwertsteuer (MWST) wird damit bis Ende 2035 verlängert. Bis Ende 2035!(wischen/klicken)

 

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Bochum. Sie haben offenbar den Nerv des urbanen Volkes getroffen, die Jungs der Celona Gastro - die Expansion des Konzepts geht zügig weiter. Mehr...

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Zum Beispiel Pulled Pork: Fleisch für "gezupfte" Schweineschulter vom Lieferdienst bald teurer als Carré vom Discounter?

Super-Deal, Wochenend-Knaller, Super-Samstag - Schweizer Discounter, aber auch Migros und Coop locken an Wochenenden zunehmend mit  sensationellen Fleischangeboten. Mit gutem Grund: Jährlich fliessen durch den Einkaufstourismus etliche Milliarden ins Ausland. Und diese Konkurrenz jenseits der Grenze wollen die Detaillisten stoppen. Operiert wird dabei mit Preisen, die man hierzulande wohl zuletzt in den Sechzigerjahren gesehen hat. Brustspitz vom Schwein für 6 Franken 65,  Schweinebraten für 7 Franken 75 oder Schweinecarré für 14 Franken pro Kilo. Auch Lamm- und Kalbfleisch wird teilweise mit massiven Abschlägen angeboten, etwa Kalbsrollbraten mit "49 Prozent" Abschlag. Da dürften Chefs von CCs wohl leer schlucken. Auch wenn sich Läden zuweilen vorbehalten, nur  "haushaltübliche" Mengen abzugeben: Der eine oder andere Wirt wird sich die Gelegenheit kaum entgehen lassen.

 


   

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Sublimotion, Ibiza. Unglaublich, diese Multimedia-Show. Das wohl teuerste Restaurant der Welt bietet inmitten von Riesenbildschirmen ein Menu der Superlative. Das Video...

(Migros Restaurnt Glattzentrum)

Flaggschiff an der Berner Marktgasse vor Neugestaltung. Der Detailhandelsriese richtet sein Angebot im Migros-Markt an bester Lage nach Wegzug der Migros-Klubschule im Obersgeschoss neu aus. Mehr Gastronomie und ein Dachrestaurant sind in Planung. Die Umbaukosten sollen sich auf 75 Mio. Franken belaufen. Mehr...

 

                     

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Businessplan, Canvas, Papiere bis zum Gehtnichtmehr. Gründer werden mit technischen Ratschlägen geradezu überschüttet.  Doch was hören wir regelmässig von der Front?  Wer macht auf die "Soft Skills" aufmwerksam? Wie heben sich erfolgreiche Gastronomen von der Masse ab? Sie strahlen echte Gastfreundschaft ohne Theatralik aus. Kunden haben oft ein feines Gespür für Echtes;  aufgesetzte Gesten werden schnell durchschaut.

Beispiel A: Der in mehreren Restaurantführern erwähnte Gastronom sagt: "Schäumchen und allerlei weiteren Schnickschnack in der Küche herzustellen ist ja gut und recht. Doch die Gäste angemessen zu begrüssen und zu verabschieden ist für mich ungleich wichtiger. Manchmal raunt mir ein Stammgast zu,  ich solle in zehn Minuten wieder an den Tisch kommen, um seine Tafelrunde zu begrüssen, denn dann sei die Zeit ohnehin reif für einen Themawechsel. Das kann ich nur als Steilpass bezeichnen".

Beispiel B: Der mit den höchsten Weihen versehene Schweizer Starkoch sagt ganz bescheiden: Wer den weiten Weg zu mir und meinem Team auf sich nimmt, möchte ich persönlich begrüssen und willkommen heissen. Echte Gastfreundschaft und Herzlichkeit auch meinen Mitarbeitenden vorzuleben betrachte ich als "matchenentscheidend".

Beispiel C: Der wohl  berühmteste Schweizer Küchenchef im Ausland: "Wer mein Restaurant aufsucht, will mich persönlich sehen - die  Begrüssung von treuen Gästen, die seit 25  und mehr Jahren  bei mir einkehren, ist eine Ehre, die ich mit Vergnügen wahrnehme".

Was ist der Unterschied zwischen dem eher bescheidenen Lokal und dem Spitzenrestaurant? In Sachen Gästebegrüssung gibt es keinen wesentlichen - ausser, dass Promiköche und Stargastronomen noch gefragter bei Gästen sind. Erfolg wirkt eben wie ein Magnet und zieht  Menschen an. Stimmt demnach die harte Folgerung: Wem der Kundenkontakt widerstrebt, hat im Gastgewerbe nichts zu suchen? Nur bedingt, im Klein- oder Einzelbetrieb ja. Kettenbetriebe müssen jedochdie Gästebetreuung durch fähige Geschäftsführende vor Ort sicherstellen. Doch die Philosophie ist dieselbe, sei es im Lokal an der Ecke oder im Gourmettempel.

 

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