Bild: Blühende Safranpflanze|03.12.2025|aktualisiert|Die teuersten Gewürze/Lebensmittel der Welt. Iranischer Beluga-Kaviar der Spitzenklasse wird gegenwärtig buchstäblich mit Gold aufgewogen, aber auch die Safranpreise steigen in ungeahnte Höhen: pro Kg bis zu 8000 Euro und mehr/ Zur Marktsituation. Mehr...
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Safran aus dem bünderischen Malix. Ging es bisher um einheimischen Safran, war Mund in aller Munde. Mund heisst das sonnenverwöhnte Dorf im Wallis, dessen Bewohner sich als Erste der Schweiz in grösserem Masse der einheimischen Zucht der Safranpflanzen und der mühsamen Gewinnung des Safrans verschrieben haben. Nun gibt es auch kontrollierten und zertifizierten Bergsafran aus Malix.
Jasmine Said Bucher und Ruedi Bucher stellten sich der Herausforderung, auf 1200 Meter über Meer Safran anzupflanzen. Damit haben sie jenes Gewürz gefunden, das zu ihnen und ihrem Leben passt: Bergtauglich, widerstandsfähig, selten. Mit viel Elan sammelten Buchers in verschiedenen Anbaugebieten Europas Informationen über den Safran. 2011 legten sie ein Versuchsfeld in ihrem Garten an, dies sehr erfolgreich. Die krokusähnlichen Knollen gedeihen auch im Berggebiet Graubündens gut und vermehren sich prächtig. Inzwischen haben rund 10‘000 Pflanzen fast den ganzen Garten erobert. Der Safran wächst jetzt und breitete sich aus im kleinen Bergdorf Malix, zwischen Chur und Lenzerheide gelegen. Er ist als zertifizierter Bergsafran ein echtes Bündner Produkt und darf das Label mit den Steinbockhörnern „ein Stück Graubünden – alpinavera zertifiziert“ tragen.
Das Knowhow von Jasmine Said Bucher und Ruedi Bucher wird auch von anderen Safranproduzenten genutzt. So standen Buchers unterstützend zur Seite, als sich der Naturpark Beverin in Zusammenarbeit mit der Züricher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) entschloss, ein Safran-Versuchsfeld anzulegen. Sie gaben ihre Erfahrungen im Anbau weiter und organisierten eine Studienreise nach Frankreich, wo die Knollen eingekauft, Produzenten besucht und Erfahrungen ausgetauscht wurden. Nebst dem Versuchsfeld im Naturpark Beverin begleitet die ZHAW auch den Safranbauern Othmar Caviezel in Tomils. Ein weiterer privater Produzent von Safran aus Graubünden ist Beat Ruffner aus Maienfeld. Kontrolliert und zertifiziert wurde bisher ausschliesslich der Malixer Bergsafran..
Informationen: Jasmine Said Bucher, Geschäftsführerin, E-Mail: info(at)alpinavera.ch,
Tel.: +41 (0)81 254 18 50,
www.alpinavera.ch
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