Bild: "Alte"Markthalle Bern. Die Touristenattraktion wurde 2013 geschlossen, soll aber 2018/19 auferstehen
"Markthallen"-Konzepte sind kein Garant für den schnellen Geschäftserfolg - siehe "Eataly" in der Schrannenhalle München. Doch es gibt Beispiele, die auf Anhieb hervorragend laufen (oder liefen, wie die Markthalle Bern, s.unten). Das junge, urbane Ausgehvolk trifft sich gerne an solchen gastronomischen Hotspots. Gleichzeitig suchen oft Familien mit Kindern geeignete Esslokale in Stadtzentren. Didier Souillat, CEO von Time Out Market: "Beide Zielgruppen gleichzeitig zu bedienen, ist eine große Herausforderung. Am ehesten gelingt das dem Segment Fast-Casual, das die Effizienz der Systemgastronomie mit dem Anspruch von Individualität und Erlebnis verbindet. Atmosphäre ist durchaus wichtig, äußere Feinheiten dagegen weniger. Und: "Alles deutet darauf hin, dass das weiße Tischtuch weiter an Bedeutung verlieren wird". Bei Time Out handelt es sich um ein Markthallenkonzept der gleichnamigen britischen Verlagsgruppe, das es mit seinem ersten Standort im portugiesischen Lissabon in nur zwei Jahren zur Touristenattraktion geschafft hat, Sterneköche inklusive. Souillat nannte den Hauptgrund für die Attraktivität der Markthalle als Betätigungsfeld lokaler Spitzengastronomen: Die Innenstadtmieten in Lissabon sind für viele Restaurants mittlerweile unerschwinglich hoch. Mehr...