(aktualisiert) Sokrates: "Wissen ist das einzige Gut, das sich vermehrt, wenn man es teilt"
zum Kommentar von artichox-Chefredakteur Christian Meyer
Kommentar
28.12.2025 | Thunersee-Region - Berner Oberland Ein einsamer Wolf oder Vorbote eines Rudels? | Entsetzen oder Freude? Tierschützer ergötzen sich daran, dass "ein Stück Natur wieder zurück ist", besorgte Eltern von Unterstufenkindern in abgelegenen Gegenden pochen auf Abschüsse. Diese Reaktionen auf das Auftauchen von einzelnen Wölfen am dicht besiedelten Thunersee stehen im Raum. Besonders die Bedrohung von Kindern wird von der Wolf-Lobby vehement abgestritten. Die "Welt" deckt jedoch auf, welche schlimmen journalistischen Fehler regelmässig begangen werden, indem relevante News ignoriert werden. Ein lebensbedrohlicher Wolfsangriff auf ein Kind in den Niederlanden wurde von der vereinigten Publikumspresse schlicht unter den Tisch gewischt. Mehr...
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03.06.2025|Ukraine: Menschheitsgeschichte ist Kriegsgeschichte|aktualisiert|Des Kreml-Herrschers grausamer Imperialismus provozierte in Westeuropa keine "Zeitenwende" (dieses Schlagwort prägte der inzwischen abgewählte deutsche Bundeskanzler Scholz kurz nach dem Ukraine-Überfall im Februar 2022 - und es wurde noch und noch von den Medien zitiert). Zeitenwende ist ohnehin der falsche Ausdruck für die Vorgänge in Moskau und in weiteren totalitären Staaten. Denn: Menschheitsgeschichte ist Kriegsgeschichte, und allein diese Aussage ist angesichts des Schreckens in der Ukraine, Gaza und anderswo schier unerträglich. Doch es ist leider so. Kriegsgefahr ist omnipräsent, solange es Menschen gibt. Bloss unverbesserliche Pazifisten, Blauäugige und eiskalte Lügner mit bestimmten politischen Zielen negieren diese bittere Wahrheit. Abgesehen davon hat der Kreml-Machthaber bereits in früheren Jahren ohne Skrupel gewütet. Erinnert sei an die fast vollständige Zerstörung der tschetschenischen Hauptstadt Grosny im Jahre 2000. Zur Genüge bekannt ist ferner der gnadenlose innenpolitische Kurs des Machthabers: die Unterdrückung, Kerkerhaft sowie Beseitigung von Dissidenten.
Nochmals: Zeitenwende?
Hier geht es ums Vergessen, Abstreiten, Vertuschen von Fehlern sowie Unzulänglichkeiten und ums Verdrängen von unbequemen Wahrheiten. Wir müssen uns wieder ins Bewusstsein rufen, dass Friede eine labiler Zustand ist, der nur durch starke militärische Verteidigung und Abschreckung abgesichert wird. Man ringt angesicht der zahlreichen bewaffneten Konflikten um Fassung, man muss sich täglich im Glauben an das Gute im Menschen bestärken: Seit den Eroberungen der europäischen Provinzen durch römischen Legionen vor rund 2000 Jahren hat sich im Verhalten der Kriegsherren und Despoten (sowie deren untergeordnete Karrieristen, Opportunisten, Kopfnicker und Hofschranzen) rein gar nichts geändert. Wobei: Über Feiglinge und Mitläufer wollen wir nicht richten. Ein perfides totalitäres System schreckt auch vor Sippenhaft und Verfolgung der Familie nicht zurück.
Zurück zur Frage: Hat sich etwas in den 2000 Jahren seit den Römern geändert? Ja doch. Das Gefahrenpotenzial ist ungleich grösser - siehe atomare Bedrohung und Murphy's Gesetz. In der während Jahrzehnten geschundenen Ukraine wird zerstört, geraubt, getötet, versklavt, umgesiedelt, annektiert, ausgeplündert. Und noch viel Schlimmeres. Einknicken vor an den Westen und die Nato gerichtete Drohungen? Das Spiel mit der Angst geht weiter. Es zeigt ja Wirkung. Die meisten europäischen Politiker lassen sich einschüchtern und versuchen wortreich und verklausuliert die beschränkte Waffenhilfe zu rechtfertigen. Wobei: Hinterher ist man bekanntlich immer klüger. Entweder man hilft im vorliegenden Fall bedingungslos - oder man lässt es von Anfang an bleiben. Verbunden mit einem klaren Statement an den Aggressor: Bis hierher und nicht weiter. Das wäre eine klare Haltung. Nein, es wird gezaudert, ein Schritt vorwärts, zwei Schritte zurück - welche mutlose, feige Attitüde der Classe Politique in Europa und anderswo. Man kann nur hoffen, dass sich beispielsweise Bundeskanzler Merz und Präsident Macron nicht mehr verpflichtet fühlen, gegenüber einem Verbrecherregime aufrichtig zu sein. Das Kriegsgeschehen bestimmende Waffen kann man auch auf verschlungenenen Wegen in ein bedrohtes Land bringen, ohne alles in der Öffentlichkeit auszubreiten.
Nochmals zum vielschichtigen Hintergrund des Konflikts: Warum ist die Ukraine bei der Kreml-Clique so begehrt und wird beneidet? Bodenschätze, Fruchtbarkeit und Klima, arbeitsame Bevölkerung und besseres Bildungssystem als in Russland - ja. Doch da ist mehr. Alte Rechnungen beispielsweise. Nicht nur bei den Ukrainern mit dem Erleiden des "Holodomor" (Raub der Ernten und Aushungerung der ukrainischen Bevölkerung durch Stalins Schergen) und der anschliessenden Nazi-Kollaboration Kiews. Da ist viel mehr: Milliardensummen wurden während der Sowjetzeit in die ukrainische Industrie und Infrastruktur gebuttert. Und des ehemaligen Sowjetherrschers Chrutschow - ein gebürtiger Ukrainer! - willkürliche Idee, die Krim im Zuge einer Straffung der Verwaltungsorganisation der Ukraine zuzuschlagen, stellte sich als fataler historischer Fehlentscheid heraus.
Verstärkte russische Angriffe auf ukrainische Energiezentren und die Antwort darauf in Form von Drohnen auf Kriegsmaterial tief im Innern Russlands lassen für die kommenden Monate nichts Gutes erahnen: So wird beispielsweise trotz Ankündigung von Friedensgesprächen die Energieinfrastruktur der Ukraine systematisch beschädigt. Dies zeigt, wie perfide, gnadenlos, unmenschlich der Kreml weiterhin vorgehen könnte: Vertreibung der Bevölkerung und Besetzung des ganzen Landes. In diesem Fall müsste Westeuropa mit Millionen Flüchtlingen aus der Ukraine rechnen, die wir wohl oder übel aufnehmen müssten.
Über 100 Millionen Tote
Und jetzt zum Kommunismus/Sozialismus - die verklärte Vision mancher unverbesserlicher Idealisten. Obwohl uns die Weltgeschichte auf unsanfte Weise auf den Boden der Realität zurückpfeift: Über 100 Millionen Tote hat dieser Traum des Paradieses auf Erden bisher gekostet. So festgeschrieben im "Schwarzbuch Kommunismus". In diesem Werk sind sämtliche Konflikte, Kriege, Menschenrechtsverletzungen wie Säuberungen, Vertreibungen und weiteren Vergehen akribisch aufgelistet. Bei den Bolschewiken und während der Oktoberrevolution in Russland fing es an, es ging weiter mit dem Ungarn-Aufstand, dem Polen-Überfall und führte bis zu den Schreckenstaten des Pol-Pot. Doch damit nicht genug. Pekings Machenschaften in der Nachkriegszeit sowie die Verbrechen der Kreml-Herren sind noch gar nicht eingerechnet.
Und wenn wir schon mit dem Kommunismus und dessen Spätfolgen abrechnen: Die Balkankriege als Konsequenz des Zusammenbruchs des kommunistischen Jugoslawien haben der Schweiz mehrere Hunderttausend Flüchtlinge beschert, die kaum Anstalten zeigen, ins eigene Land zurückzukehren, obwohl längst Friede herrscht.
Lieber baut man sich mit dem starken Schweizer Franken eine Residenz in der alten Heimat und lässt sich hier einbürgern. Mit den Ukrainern würde es wohl ähnlich gehen. Was kaum einer anzusprechen wagt, ist die tickende Zeitbombe Familiennachzug. Waren es 2018 noch 306 000 registrierte Migranten aus Ex-Jugoslawien, dürfte die Balkan-Community in der Schweiz bald bei einer halben Million Menschen angelangt sein. Auch dies sind Spätfolgen eines kranken, unmenschlichen, widernatürlichen Systems namens Sozialismus, Kommunismus oder wie auch immer man es nennen will. "Gleichberechtigung" und Wohlstand für alle - das Paradies auf Erden ist und bleibt eine Utopie, selbst wenn dies selbst helle Köpfe partout nicht einsehen wollen. Keinem Staat auf der Welt ist es bisher gelungen, diese Utopie umzusetzen. "Demokratie ist das schlechteste Regierungsform der Welt. Doch wir kennen leider keine bessere": Dieses Zitat stammt von Winston Churchill. Dasselbe liesse sich über den Kapitalismus sagen. Wie wenn die menschliche Existenz nicht seit jeher ein Kampf ums Überleben wäre (Zitat Alex Capus), ob im Krisengebiet oder - um einiges subtiler - in den Teppichetagen der Unternehmen.
(c) 2025 Christian Meyer Nachdruck nur mit Quellenangabe
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